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74 DRK-Einsatzkräfte unterstützen bei der Evakuierung

In Oranienburg wurde erneut ein Blindgänger aus dem zweiten Weltkrieg entschärft. In einem Umkreis von einem Kilometer rund um den Fundort der Bombe mussten die Bewohner ihre Häuser verlassen. Betroffen waren auch ein Krankenhaus und eine Senioreneinrichtung. Aus acht DRK-Kreisverbänden kamen 60 Helfer und 14 hauptamtliche Mitarbeiter früh morgens nach Oranienburg, um bei der Evakuierung des Krankenhauses und der Senioreneinrichtung zu helfen.

Als Einheit des Katastrophenschutzes übernahm die Bereitschaft vom DRK-Kreisverband Gransee einen eigenen Einsatzabschnitt und betreute 40 bettlägrige Bewohner und 100 auf den Rollstuhl angewiesene Senioren aus der Einrichtung in einer Turnhalle. Dafür fuhren sechs Krankentransportwagen zwischen der Einrichtung und der Turnhalle kurz hinter der Sperrzone von sechs Uhr früh bis zehn Uhr hin und her. „Wir sind um drei heute Nacht aufgestanden und haben uns um vier Uhr an unserem Stützpunkt in Gransee getroffen“, erzählt der DRK-Einsatzleiter Ronny Klahn. Dann ist er mit 24 Helfern nach Oranienburg gefahren, um dort den Einsatzabschnitt in der Turnhalle zu übernehmen. Um zehn Uhr sind alle Senioren wohlbehalten in der Turnhalle angekommen und werden mit Getränken und Essen versorgt. Nachdem alle Bewohner in Sicherheit sind, kommt auch die Heimleiterin vom „Domino World“, Angelika Kühn, in die Notunterkunft. „Das hat alles sehr gut geklappt. Die Bewohner sind gut drauf, aber natürlich ist es für sie sehr aufregend“, sagt Kühn und begrüßt den DRK-Einsatzleiter Ronny Klahn. Man kennt sich bereits von vorherigen Evakuierungen, in diesem Jahr ist es die Vierte. Kühn weiter: „Schön, dass man so verlässliche Partner hat. Ich gebe einfach eine Liste mit Namen für die Liegendtransporte ab und das DRK evakuiert.“

Auch bei Sabine Joeks, Kreisbereitschaftsleiterin des DRK-Kreisverbandes Märkisch-Oder-Havel-Spree, hat der Wecker früh geklingelt. Mit insgesamt 14 Helfern sind sie zur Unterstützung nach Oranienburg gefahren und haben das Krankenhaus dort evakuiert und die Patienten in das rund zwanzig Kilometer entfernte Krankenhaus in Hennigsdorf verlegt. „Das war sehr gut organisiert, die Einsatzabschnitte waren beschildert und das Krankenhauspersonal hat uns eingewiesen“, erzählt Joeks, während sie mit den anderen Helfern in der Caféteria des Krankenhauses in Hennigsdorf darauf wartet, dass die Bombe entschärft wird und mit der Rückverlegung begonnen werden kann. Der Gesamteinsatzleiter vom Landkreis Oberhavel, Gerd Ritter, gibt noch einmal eine kurze Einweisung für den Rücktransport und erkundigt sich nach der Stimmung unter den Helfern.

Die Bombe ist entschärft, um kurz nach drei Uhr wird der Sperrbezirk wieder freigegeben. Zu Ende ist der Einsatz für die ehrenamtlichen DRK-Helfer damit noch lange nicht. Jetzt beginnt die Rückverlegung, dann müssen die Einheiten noch die Fahrzeuge zurückbringen an die Stützpunkte.

Ronny Klahn aus Gransee hat für seine Einheit 20Uhr als Einsatzende angegeben. Ein langer Tag für die DRK-Helfer.

15. Dezember 2016 08:26 Uhr. Alter: 1 Jahre